Grabstätten Sowjetischer Bürger auf den Friedhöfen in Zeithain (Sachsen, Deutschland)
Das Lager Zeithain gehört zu den Kriegsgefangenenlagern in Deutschland mit der höchsten Zahl der Todesopfer. Auf den vier Friedhöfen in der Umgebung des ehemaligen Lagers ruhen, vorläufigen Schätzungen zufolge, wohl mehr als 30000 Bürger der ehemaligen Sowjetunion.
Auf der Basis von in jüngster Zeit zugänglich gewordener Personalunterlagen der ehemaligen Kriegsgefangenenverwaltung der Wehrmacht ist eine Datenbank aufgebaut worden, die schon heute Auskunft über das Schicksal Tausender gibt und ständig weiter entwickelt wird. Im Jahre 2005 erschien in Deutschland das zweibändige Werk „Zeithain. Gedenkbuch sowjetischer Kriegsgefangener“, herausgegeben von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auf der Grundlage einer Auswertung der Datenbank konnten hier erstmals die Namen von mehr als 5000 in Zeithain verstorbenen und beerdigten sowjetischen Kriegsgefangenen veröffentlicht werden. Ein Jahr später erfolgte eine Neuauflage des Buches in der Republik Belarus, der bereits auf einer CD eine Aufstellung über annähernd 10000 Menschen beilag, die in Zeithain ums Leben gekommen waren.
Das Kriegsgefangenenlager Zeithain war eines der Kriegsgefangenenlager auf deutschem Territorium, auf dessen Friedhöfen fanden besonders viele sowjetische Kriegsgefangene ihre letzte Ruhestätte. Auf den vier Friedhöfen in der Umgebung des ehemaligen Lagers sind nach heutigem Stand etwa 30000 Bürger der UdSSR begraben. Zusätzliche Informationen zum Lager Zeithain finden Sie auf der Seite der Gedenkstätte Zeithain.