Deutsche Kriegsgefangene
Seit dem Jahr 2004 arbeitet der DRK-Suchdienst München mit Beteiligung der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten an einem weitreichenden Projekt zur Schicksalsklärung deutscher Kriegsgefangener und Internierter. Unterlagen aus dem staatlichen russischen Militärarchiv Moskau (RGVA) zu rund 2 Millionen deutsche Kriegsgefangene wurden bereits gescannt und in einer Datenbank erfasst. Diese Dokumente befinden sich beim DRK-Suchdienst München und teilweise auch bei der Dokumentationsstelle der Stiftung in Dresden.
Interessierte Bürger, die Informationen zu ihren Verwandten suchen, können kostenfrei (auch erneut) beim DRK-Suchdienst München Auskünfte anfordern.
Durch den Neuerwerb von Dokumenten aus russischen, weißrussischen und ukrainischen Archiven können seit 2004 vom DRK-Suchdienst eventuell auch Schicksale geklärt werden, in deren Fällen frühere Suchanträge bei Suchdiensten keine positiven Ergebnisse brachten. (In Sonderfällen, vorrangig für wissenschaftliche Forschungen, erteilt auch die Dokumentationsstelle Auskünfte zu diesem Personenkreis.)
Falls beim DRK Suchdienst München die gesuchten Unterlagen (noch) nicht vorhanden sind, kann sich jeder Betroffene oder Hinterbliebene auch über die Dokumentationsstelle der Stiftung bzw. den Suchdienst des DRK an das zuständige russische, ukrainische oder weißrussische Archiv mit einem persönlichen Suchantrag wenden.
Dieser Suchantrag bei einem Archiv ist kostenpflichtig: pro Suche fallen etwa 10 Euro zuzüglich 1 Euro pro Dokumentenkopie an.
(Stand: 2010)