Laufende und abgeschlossene Projekte der Dokumentationsstelle
- Schicksalsklärung sowjetischer Kriegsgefangener und auf deutschem Reichsgebiet verstorbener sowjetischer Bürger (seit 2000 fortlaufend)
Siehe Auskünfte zu sowjetischen Kriegsgefangenen
- Schicksalsklärung zu deutschen Kriegsgefangenen und Internierten (seit 2003 fortlaufend)
Die Dokumentationsstelle leistet vor allem historisch-wissenschaftliche Arbeit. Die Aufgabe wird im Auftrag der Bundesregierung Deutschland maßgeblich vom DRK Suchdienst München wahrgenommen.
Diese beiden humanitär-historischen Projekte zu sowjetischen Kriegsgefangenen bzw. zu deutschen Kriegsgefangenen und Internierten werden seit 2003 unter dem Projektnamen „Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene und Internierte. Forschung zum Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit“ zusammengeführt.
- Das Urteilsüberprüfungsverfahren als historische Quelle (seit 2008 fortlaufend)
Publikationsvorhaben mit dem derzeitigen Titel „Russische Rehabilitierungsvorgänge als Quelle für die historische Forschung im Rahmen der besonderen Bedingungen in der Gedenkstättenarbeit“, Gemeinschaftsprojekt der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Dresden, Stiftung Sachsen-Anhaltinische Gedenkstätten/ Gedenkstätte Roter Ochse (Halle/Saale), Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden, voraussichtlicher Projektabschluss Ende 2009
- Gesundheitliche und soziale Folgen politischer Inhaftierung in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik (abgeschlossen).
Das Projekt wurde von dem Verein Politische Memorialen e.V. Schwerin in Kooperation mit der Universität Leipzig (Abteilung Sozialmedizin) und unter Mitarbeit der Dokumentationsstelle durchgeführt. Bei dem Projekt handelte es sich um Forschungen, welche anhand von Auswertungen der Forschungsliteratur, Zeitzeugenbefragungen und lebensgeschichtlichen Erzählungen erfolgten. Die Ergebnisse des Projekts wurden einem Abschlussbericht gefasst (Dezember 2008). Dieser kann bei der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten eingesehen werden.
- Politische Justiz in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik - Wissenschaftliche Untersuchungen (abgeschlossen)
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung sind u. a. im Band: Justiz im Dienste der Parteiherrschaft (Roger Engelmann und Clemens Vollnhals – Hg.), Ch. Linksverlag (2000) veröffentlicht worden. Die im Projekt gesammelten Unterlagen befinden sich heute im Archiv der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
- Der 17. Juni 1953 in Sachsen und Sachsen-Anhalt im Spiegel sowjetischer Geheimdienstdokumente (2001-2008)
Dieses Publikationsvorhaben von deutscher Seite war ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Sachsen-Anhaltinischer Gedenkstätten (Halle/Saale), des Hannah-Arendt-Institutes für Totalitarismusforschung Dresden und der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Dresden.
Im Rahmen des Projektes „Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene und Internierte. Forschungen zum Zweiten Weltkrieg und zur Nachkriegszeit“ gelingt es mit Hilfe der Kooperationspartner auch Erkenntnisse zeitlich angrenzenden Themen zu veröffentlichen. So wurden Dokumente von unserem Kooperationspartner aufbereitet und mit unserer Hilfe übersetzt. Diese Unterlagen enthalten Berichte des sowjetischen Geheimdienstes zu den Ereignissen um den 17. Juni 1953. Die Dokumente wurden mit Beiträgen der beteiligten Institutionen 2008 in der Reihe „Zeitfenster. Beiträge der Stiftung Sächsische Gedenkstätten“ veröffentlicht. Siehe Publikationen.
- Schicksalsklärung deutscher Bürger verurteilt durch sowjetische Justizorgane (seit 2000 fortlaufend)
Siehe Auskünfte zu Deutschen Bürgern
- Die Geschichte der Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik (1999-2006 und fortlaufend)
Die Dokumentationsstelle unterstützt die Gedenkstätten der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und andere ähnliche Einrichtungen bei der Aufarbeitung der Geschichte der Speziallager. Die Forschungsergebnisse und Erkenntnisse, welche die Dokumentationsstelle im Rahmen des Projektes „Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene und Internierte. Forschungen zum Zweiten Weltkrieg und zur Nachkriegszeit“ gewann, flossen in zahlreiche Publikationen und Ausstellungstexte mit ein. Siehe u. a. www.stsg.de